Sie haben heute wahrscheinlich schon dutzende Male KI verwendet — auch wenn Sie es nicht gemerkt haben. Beim Surfen, Suchen, Mailen, Streamen und Einkaufen läuft sie unauffällig im Hintergrund mit.
Wenn Sie etwas googeln, sehen Sie nicht einfach „alles, was zum Suchwort passt, alphabetisch sortiert". Eine KI hat aus Milliarden Suchanfragen gelernt, welche Ergebnisse für ähnliche Anfragen am ehesten hilfreich waren — und sortiert die Treffer entsprechend.
Folge: Zwei Personen, die exakt dasselbe googeln, können unterschiedliche Reihenfolgen sehen. Standort, Sprache, Suchverlauf und Gerät spielen mit hinein.
Plattformen wie YouTube, Netflix, TikTok, Instagram, Spotify oder Amazon nutzen Empfehlungs-KI: Sie schaut sich an, was Sie (und Menschen mit ähnlichem Verhalten) zuletzt geklickt, gesehen, gekauft oder lange angeschaut haben — und schlägt Ähnliches vor.
Das macht das Erlebnis bequem. Es kann aber auch dazu führen, dass Sie immer mehr vom Gleichen sehen und gegenteilige Sichtweisen seltener — Stichwort Filterblase.
DeepL und Google Translate übersetzen heute oft in einer Qualität, die früher nur Profis erreichten. Die Bildersuche von Google oder Apple findet auf Ihrem Handy alle Fotos „mit Hund" oder „am Strand", obwohl Sie nichts beschriftet haben. Sprachassistenten verstehen ganze Sätze und antworten passend.
Was sich vor zehn Jahren nach Science-Fiction anfühlte, ist heute eine eingebaute Funktion auf jedem Smartphone.
Drei kurze Fragen zur Selbstüberprüfung. Sie können das Quiz auch überspringen.